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31.01.2017

 

PROJEKTWOCHE, aus Lampertheimer Zeitung 31.01.2017

Einrichtungen stellen sich Lampertheimer Hauptschülern vor / Hemmungen sollen abgebaut werden

LAMPERTHEIM - (pawi). Bereits zum 30. Mal fand am Montag die Projektwoche für Schüler der 8. Klassen der Hauptschulen in der Zehntscheune in Lampertheim statt. Insgesamt fanden sich 66 Schüler aus den Schulzweigen der Alfred-Delp-Schule, der Biedensandschule sowie der Nibelungenschule aus Hofheim zusammen.

Erste Begegnungen mit der Berufswelt fördern

Eingeleitet wurde die Veranstaltung durch eine Rede des Bürgermeisters Gottfried Störmer. Er betonte in seinem Grußwort, dass dieses Projekt eine Chance für die Schüler sei, erste Begegnungen mit dem Berufsleben zu knüpfen. Darüber hinaus lobte er die tolle Zusammenarbeit der anwesenden Institutionen sowie die Mühen der Kooperation Lampertheim, die dieses Projekt hauptverantwortlich betreuen. Einen besonderen Dank sprach er den beiden Koordinatoren des Projektes, Silke Reis und Marcel Getrost, aus, die stellvertretend für die Jugendförderung der Stadt Lampertheim diese Projektwoche leiten.

Anschließend richtete die Organisatorin der Kooperation Lampertheim, Silke Reis, lobende Worte an die teilnehmenden Einrichtungen und wünschte den Schülern viel Spaß und keine Berührungsängste bei Fragen jeglicher Art. Die Projektwoche wurde im Jahre 1987 von der Kooperation Lampertheim ins Leben gerufen. Hintergrund ist, dass die Schüler erste Kontakte mit Unternehmen aus dem Berufsleben knüpfen. Darüber hinaus ist es aber auch wichtig, dass die Achtklässler wissen, an wen sie sich wenden können, wenn Probleme unterschiedlichster Art auftreten. Dies zeigten Institutionen wie Jugendberufshilfe, die AWO Jugend- und Sachberatung oder pro familia aus Bensheim. Auch die Polizei Südhessen stellte sich den Fragen der Jugendlichen.

Zunächst konnten sich die Schüler an den unterschiedlichen Ständen einen kleinen Überblick über deren Arbeiten einholen und erste Kontakte mit den dortigen Ansprechpartnern knüpfen. Im Dialog mit den Schülern stellte die Jugendberufshilfe ein Schaubild vor, in dem man sich selbst einordnen sollte. Im Zentrum stand dabei die Frage: „Welche Stärken besitze ich?“

„Auf der einen Seite sollen die Schüler ihre Berührungsängste mit den hier anwesenden Institutionen verlieren. Auf der anderen Seite dient das Projekt als Orientierungsmöglichkeit, was sie sich als Berufsmöglichkeit vorstellen könnten. Hierbei ist es wichtig, die Stärken der Kinder zu erörtern“, sagte Tatjana Maier-Borst von der Jugendberufshilfe des Diakonischen Werks Bergstraße. Auch die Jugendlichen zeigten sich begeistert von den Möglichkeiten, die sich ihnen hier bieten. „Wir können hier aktiv Themen mitgestallten und betreuen. Das ist in unserem Alter eine Aufgabe, die nicht alltäglich ist“, waren sich die Schüler einig.

In den kommenden beiden Tagen wird es darum gehen, welche Stärken sie besitzen und wie man diese für die Zukunft weiter fördern kann. In der nächsten Woche werden in einer Reflexion nochmals die Ergebnisse zwischen Schülern und Einrichtungen festgehalten. Die Schüler haben dann nochmals die Gelegenheit, ihre Erfahrungen aus der Projektwoche zu rekapitulieren.

TEILNEHMER

Folgende Einrichtungen nehmen an der Projektwoche teil: Jugendberufshilfe, AWO Jugend- und Suchtberatung, die AWO Schuldnerberatung und Fachstelle für Schuldenprävention, Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche, Jugendgerichtshilfe, Pro Familia, Jugendförderung der Stadt Lampertheim, das Polizeipräsidium Südhessen sowie das Jugendamt des Kreises Bergstraße.

 

Foto: Heike Bamberg (links) stellt im Rahmen der Projektwoche die Arbeit der AWO Schuldnerberatung vor. 66 Schüler nehmen das Angebot wahr. Foto: Thorsten Gutschalk