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Courage-Preis für AWO Lampertheim

05.11.2015

Jugendrotkreuz und AWO-Kleiderkammer erhalten den diesjährigen Courage-Preis

LAMPERTHEIM - „Tue Gutes, und rede darüber.“ Das ist laut Bürgermeister Gottfried Störmer das Motto der Bürgerstiftung. Oft sind es aber die ruhigen, versteckten Helfer, die im Hintergrund agieren und entscheidend zum Funktionieren der Gemeinschaft beitragen. Diese einmal ins Rampenlicht zu rücken, ihnen die Anerkennung zu geben, die sie verdienen, das ist das Ansinnen der Bürgerstiftung bei ihrer Auslobung „Courage in Lampertheim“. Am Donnerstagabend fand dieser Festakt im Sitzungssaal des Stadthauses zum nunmehr siebten Mal statt. Und geehrt wurden gleich zwei Einrichtungen: das Jugendrotkreuz sowie die AWO-Kleiderkammer.

 

Teamarbeit, Verlässlichkeit und eine Motivation zum Helfen, das waren drei grundlegende Eigenschaften, die Frank-Rüdiger Kirschner, der Vorsitzende der Bürgerstiftung, bei einem Besuch der Jugendabteilung des Deutschen Roten Kreuzes in der Florianstraße feststellte. Ob bei Blutspenden, Sportveranstaltungen oder der Spargelwanderung, stets würden die jungen Helfer mit der Leiterin Elke Höpfl an der Spitze fleißig mit anpacken und zur Stelle sein. „Wer beim Jugendrotkreuz ist, der weiß, wo er hingehört, der gestaltet seine Freizeit in einem kreativen, frohen Miteinander“, lobte Kirschner.

Auf eine besondere Gruppe zupackender Frauen und auch Männer ist Kirschner bei seinem Besuch der AWO-Kleiderkammer gestoßen. Für Kinder, Jugendliche, Damen und Herren gibt es in der Blücherstraße stets die passende Garderobe für jede Jahreszeit. Es sei ein Kommen und Gehen, ein Geben und Nehmen an Pullovern, Jacken und Schuhen, bei welchem die Helfer stets die Übersicht behalten. „Alles geht durch ihre Hände, mit ihrem kritischen Blick sehen sie, was passt und was nicht“, sagte Kirschner, ehe die beiden Gruppen mit einer Statuette ausgezeichnet wurden.

Bei diesem „Oscar“ halten mehrere Hände gemeinsam eine Kugel nach oben. „Das symbolisiert die Aufgabe, die man sich stellt und nur gemeinsam bewerkstelligen kann“, erklärte der Vorsitzende. Dass es nur durch gemeinsames Zupacken geht und die Last nicht auf einzelne geschultert werden dürfe, verdeutlichte auch Walburga Jung von der AWO-Kleiderstube. „Dieser Preis ist für unsere kleine Kammer eine große Auszeichnung. Es ist mit sehr viel Arbeit verbunden, aber wir machen es gerne. So können wir Menschen helfen, ein wenig ihre Not zu lindern. Ich alleine könnte nichts ausrichten, hätte ich nicht meine große Helferschar“, betonte die AWO-Vorsitzende, und gab auch eine japanische Weisheit zum Besten: „Zögere nie, etwas Gutes zu tun.“ Einen besonderen Dank wollte sodann Mulugeta Tsegay aus Eritrea aussprechen: „Im Namen aller Flüchtlinge in Lampertheim möchte ich mich bei den vielen Helfern bedanken. Und bei der Kleiderkammer, die uns mit den vielen Kleidern sehr geholfen hat“, sagte er.

Ob der besonderen Auszeichnung zum Dank verpflichtet fühlte sich auch Thomas Peppler, der Ortsvorsitzende des DRK: „Das ist für uns ein Ansporn, auch weiterhin eine gute Jugendarbeit zu leisten. Das Rote Kreuz vermittelt Kindern und Jugendlichen in dieser medialen Zeit, sich aktiv und persönlich in der Gemeinschaft zu engagieren.“ Und Kirschner betonte noch einmal: „Aus innerem Antrieb, voller Überzeugung und mit ganzem Herzen praktizieren sie Nächstenliebe im Alltag. Ich bin froh, dass es Bürger gibt, deren Lebensplanung sich nicht in dem Verfolgen höchstpersönlicher Ziele erschöpft, sondern die ihre Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Und es ist wichtig, diese Menschen auch zu würdigen.“ Neben dem „Oscar“ und Urkunden wurden die beiden Einrichtungen mit 650 Euro unterstützt. Je 500 Euro kamen dabei von der Bürgerstiftung, die restlichen 300 Euro steuerte „Blickpunkt Radtke“ spontan bei. Musikalisch untermalt wurde der Abend vom jungen Bläserensemble der Musikschule unter der Leitung von Joachim Sum. Zum Abschluss ließen sie passenderweise die Trompetenklänge aus dem Film „Rocky“ erklingen.

aus: Lampertheimer Zeitung, Marco Partner

 

Foto: Das Jugendrotkreuz sowie die Helfer der AWO-Kleiderkammer werden für ihren selbstlosen Einsatz mit dem Courage-Preis der Bürgerstiftung ausgezeichnet.